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Werner Berges: Damals und heute

24. Juni 2017 – 26. August 2017

Blick in die Ausstellung

Werke

Werner Berges: Quartett, spanischWerner Berges: Jede Menge Leute XIWerner Berges: Vanessa IIIWerner Berges: March GirlWerner Berges: Trio im QuadratWerner Berges: Jede Menge Leute 200-3-14Werner Berges: Hände im GesichtWerner Berges: Schon wieder StreifenWerner Berges: Jede Menge Leute 200-4-14Werner Berges: Mein KleinerWerner Berges: AktWerner Berges: Noch ein KopfWerner Berges: Auch mal soWerner Berges: Kopf, hochWerner Berges: o. T.Werner Berges: Jede Menge Leute XWerner Berges: Bosom BeautyWerner Berges: Jede Menge Leute IXWerner Berges: Jede Menge Leute 200-2-14

Die Würde des Mannequins

Mode und Rebellion, Eleganz und Aufsässigkeit, Etuikleid und Protestkultur prägen das Mikroklima, in dem sich in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts - deren künstlerische Strömungen augenblicklich vom internationalen Kunstmarkt wieder entdeckt werden - das Frühwerk von Werner Berges entfaltet. Es entsteht in der passionierten Auseinandersetzung mit den Motiven, formalen Finessen und der charakterischen Farbenverliebtheit jener Zeit. Unterdessen gehört der deutsche Maler und Pop-Art-Pionier nicht zu denjenigen, die ungestüm dem Establishment den Kampf ansagen: "Ich war immer davon überzeugt", sagt Berges, "dass man mit der Kunst nichts erreichen kann und das politische Statement keineswegs deren Aufgabe ist."

Zur diesjährigen durchpolitisierten und dadurch letztlich ästhetisch verarmten documenta wäre er kaum eingeladen worden. Indes wirkt gerade sein Bekenntnis zur epikureischen Kunstauffassung in unseren Tagen rebellisch. Bis heute widersetzt sich Berges erfolgreich dem Mainstream. "Kunstschaffen", verrät er, "hat für mich primär mit Freude zu tun. Ich bin ein lustvoller Maler." So entstand seine Spielart zur Kunstrichtung, die wir Pop Art nennen - der Berges-Pop.

- Dorothee Baer-Bogenschütz